Fallbeispiele Pädiatrie
Der Patient kam in Alter von 5 Jahren zum ersten Mal zu uns in die Ergotherapie. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Diagnose kombinierten Entwicklungsstörung, die sich vor allem in Form von körperlicher Unruhe und einem allgemeinen Aufmerksamkeitsdefizit in vielen Bereichen zeigte. Er bot wenig Interesse Neuem gegenüber, fand schlecht Bezug zum Therapeuten und entwickelte kein Interesse für an ihn gestellte Aufgaben. Er verhielt sich unruhig und reagierte oft unadäquat, auch auf Zuspruch seiner Eltern kam keinerlei angemessene Reaktion.
Nach einer ausgiebig erstellten Befunderhebung zeigt sich, dass der Patient nicht nur kognitive Defizite aufwies, sich zudem auch durch Einschränkungen in der Motorik und im psychosozialen Bereich auszeichnete. Diese Kriterien boten vielerlei therapeutische Ansätze und verlangten eine ganzheitliche Sichtweise des Patienten.
Innerhalb schon kürzester Zeit (beschreibt einen Zeitraum von ca.6 Monaten) erbrachten alle o.g. therapeutischen Leistungen ernorme Fortschritte. Der Patient zeigt sich offener gegenüber gestellten Aufgaben, löste diese konsequent und ohne großen Widerspruch. Diese erworbenen Fähigkeiten führten dazu, dass auch der Schuleintritt ganz regulär mit sechs Jahren erfolgen konnte. Seit diesem benannten Zeitpunkt im Jahr 2009 entwickelte der Patient weiterhin immer mehr Selbstbewusstsein und schaffte es auch, sich in seinem sozialen Umfeld gegenüber adäquater zu verhalten.
Die Behandlung innerhalb unserer Praxis begleitet ihn zum heutigen Zeitpunkt noch immer, dabei werden die therapeutischen Ansatzpunkte Alters- und Fähigkeitsentprechend immer wieder individuell aktualisiert und abgestimmt. Auch zukunftsorientiert wird alles von uns dafür getan, dass der Patient immer wieder neue Etappen, beständig meistern kann.